Lunge, Husten, Asthma…

                       

Asthma bei Kindern

Der Begriff „Asthma bronchiale“, kurz auch als „Asthma“ bezeichnet, stammt aus dem Griechischen und bedeutet in seiner Übersetzung „Atemnot“. Atemnot in Ruhe oder bei Belastung ist das Symptom des schweren Asthma. Das Hauptsymptom des Asthma ist der chronische Husten. In Europa sind nach Schätzung der WHO zehn bis 15 Prozent der Kindern und Jugendlichen betroffen. Damit ist Asthma bronchiale die häufigste chronische Krankheit im Kindes- und Jugendalter.
Asthma entsteht überdurchschnittlich häufig bei Kindern vor dem fünften Lebensjahr. Im Kindesalter sind Jungen in der Regel häufiger von Asthma betroffen als Mädchen.

Krankheitsbild und Diagnose

KRANKHEITSBILD

Asthma ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Symptome, die durch eine Entzündung der kleine Bronchien ausgelöst werden. Durch die Entzündung kommt es zu einer Reizung, Schwellung und Schleimbildung und löst die die typischen Symptome Husten und Luftnot aus.
Die Entzündung und Einengung der kleinen Bronchien kann durch verschieden Faktoren ausgelöst werden:

  • Virusinfektionen (Infekt-Asthma, insbesondere bei Kleinkindern)
  • Körperliche Anstrengung (Belastungsasthma)
  • Allergie ausgelöst durch Pollen, Milben, Schimmelpilze, Tierhaare, Nahrungsmittel (allergisches Asthma

Das führende Symptom aller Asthmaformen ist der anhaltende, teils anfallsartige Husten. Meist nehmen die Beschwerden bei Anstrengung, Lachen, beim Einschlafen oder in der Nacht zu.

  • Ursache für den Husten ist das entzündete und dadurch überempfindliche Bronchialsystem.
  • Hat der Patient nur Husten und keine Verengung (Obstruktion) der kleinen Bronchien liegt ein Hyperreagibles Bronchialsystem vor.
  • Sind die Atemwege verengt kommt es zu Luftnot, einem pfeifendem Atemgeräusch und in der Lungenfunktion kann eine Obstruktion gemessen werden.
  • Beim Asthma ist eine Obstruktion der kleinen Bronchien nachweisbar. Nach Inhalation von Bronchien erweiternden Medikamenten ist die Einengung der Bronchien rückläufig (reversibel).

Diagnose

Die Kombination aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und Lungenfunktionstests erlauben dem Kinderpneumologen:

  • eine sichere Diagnosestellung
  • Abschätzung der Prognose
  • Auswahl einer angemessenen Behandlung
  • Festlegung der niedrigsten effektiven Medikamentendosis
  • die Verlaufskontrolle während einer Therapie

Anamnese:
die typischen Beschwerden bei hyperreagiblem Bronchialsystem und Asthma
In den beiden Fragebögen werden die typischen Beschwerden und Auslöser von allergischen und nicht-allergischem Asthma erfragt.
Asthmakontrolltest Kinder
Allergie-Fragebogen

Körperliche Untersuchung

  • angestrengte und beschleunigte Atmung
  • trockener oder produktiver Husten
  • verlängerte Ausatmung
  • rasselndes oder pfeifendes Atemgeräusch
  • reduzierte Sauerstoffsättigung
  • Hinweise auf weitere allergische Erkrankungen wie Ekzem oder Heuschnupfen

Lungenfunktion
Das Thema Lungenfunktion ist so umfangreich, dass sich ein eigener Abschnitt lohnt. Siehe unten

Therapie

Wenn Ihr Kind an Asthma leidet stehen heutzutage eine Reihe von nebenwirkungsarmen und einfach anzuwendenden Therapien zur Verfügung.
Ziel der Behandlung ist die Kontrolle der asthmatischen Beschwerden…dies bedeutet:

  • Symptomfreiheit
  • normale Belastbarkeit
  • eine normale Entwicklung
  • eine normale Lungenfunktion
  • die Vermeidung von Komplikationen und Folgeschäden
  • keine unerwünschten Wirkungen der Therapie

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Die Nationale Versorgungs-Leitlinie Asthma empfiehlt die Vorstellung bei einem Kinderpneumologen:

  • Bei Symptomen trotz leitliniengerechter Behandlung.
  • Bei unkontrolliertem oder nur teilweise kontrolliertem Asthma.
  • Wenn die Behandlung mit einem inhalativem Kortisonpräparat in mittlerer Dosis nicht ausreicht.
  • Bevor eine Behandlung mit einem hochdosiertem oder zwei langwirksamen Medikamenten begonnen wird.

Die neue Leitlinie Asthma – Das ist wichtig.

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STUFENTHERAPIE DES ASTHMA BRONCHIALE

 Zur Behandlung von Asthma stehen zwei Medikamentengruppen zur Verfügung:

  • Dauermedikamente (Controller): Dies sind Medikamente, die die Entzündungsbereitschaft und Überempfindlichkeit der Bronchien mindern und deshalb Asthma-Beschwerden langfristig vorbeugen. Sie enthalten meist Kortison und werden regelmäßig jeden Tag angewendet, auch wenn das Kind keine Beschwerden hat.
  • Bedarfsmedikamente (Reliever): Dies sind Arzneimittel, die die Atemwege rasch erweitern und akute Beschwerden lindern. Sie helfen Ihrem Kind bei akuten Asthma Beschwerden, können aber zum Beispiel auch vor körperlicher Anstrengung vorbeugend eingesetzt werden.

Welche Medikamente infrage kommen, hängt davon ab, wie gut die Beschwerden kontrolliert werden können. Bei leichten Beschwerden reicht es meist aus, nur bei Bedarf ein Medikament zu nehmen. Stärkere Beschwerden lassen sich meist nur durch die tägliche Einnahme von einem oder mehreren Medikamenten in den Griff bekommen.

Die 6-Stufen Therapie des Asthma bronchiale – download pdf
Langzeitbehandlung bei Asthma – download pdf
Übersicht: Asthma-Medikamente – download pdf
Nicht-medikamentöse Therapie bei Asthma – download pdf

Bei allergischem Asthma kann auch eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) die Beschwerden lindern. Diese Behandlung dauert einige Jahre und kann unempfindlicher gegenüber allergiebedingten Asthma-Auslösern machen.

Disease Management Programm (DMP) ASTHMA

Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme, die chronisch Erkrankten dabei helfen sollen ihre Erkrankung in den Griff zu bekommen und die Lebensqualität zu verbessern und zu erhalten.
Das DMP ASTHMA wird von den gesetzlichen Krankenkassen in Zusammenarbeit mit Kinder- und Jugendärzten angeboten. Sie umfassen regelmäßige Arzttermine mit Beratungsgesprächen und Untersuchungen sowie die Vermittlung von Hintergrundinformationen zum Beispiel durch Schulungen. Arztpraxen, die eine Behandlung im Rahmen von DMP-Programmen anbieten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen und festgelegte Qualitätsanforderungen einhalten.

Kinder ab 2 Jahren können an dem Programm teilnehmen. Mehr Informationen und die Teilnahmeerklärung erhalten Sie in unserer Praxis.

Richtig Inahalieren

Ziel des Inhalierens ist es die Medikamente direkt an den Ort der Erkrankung, die Bronchien zu bringen. So kann eine gute Wirksamkeit erreicht werden und unerwünschte Wirkungen fast immer verhindert werden.
Die In­halationsbehandlung kann nur optimal wirken, wenn sie korrekt erfolgt und bei einer erforderlichen Dauerbehandlung regelmäßig über einen langen Zeitraum hinweg durchgeführt wird.

Hier finden Sie Informationen zu der richtigen Anwendung von Druckluftverneblern, Dosieraerosolen, Pulverinhalatoren und Inhalierhilfen.
Elternratgeber: Inhalieren mit Dosieraerosol
Elternratgeber: Inhalieren mit Dosieraerosol und Inhalierhilfe
Elternratgeber: Inhalieren mit Druckluftvernebler (Feuchtinhalation)

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YoutubeChanel der Atemwegsliga e.V.

Weitergehende Informationen

Asthma Elternratgeber – download pdf

 

Asthma-Zusammenfassung vom Lungeninformationsdienst – download pdf

PatientenLeitlinie zur  Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL). Sehr ausführlich auf knapp 100 Seiten. – download pdf

 

Nationale VersorgungsLeitlinie – Was wichtig ist – download pdf

 

Lungenfunktion

Uns stehen verschiedene technische Untersuchungsmethoden zur Verfügung um die Funktion der Lunge zu untersuchen.
Hierbei können das Lungenvolumen, der Grad der Obstruktion, der Widerstand der Atemwege, die Wirkung von Medikamenten, das Ausmaß der allergischen und nicht-allergischen Entzündung und die Reaktion der Atemwege auf körperliche Belastung beurteilt werden.

Lungenfunktion

Die “kleine” Lungenfunktion (Spirometrie)
Mit der Spirometrie können bereits die wichtigsten Informationen über die Lungenkapazität und den Luftfluss bei Ein- und Ausatmung erfasst werden. Bei der Untersuchung ist die Mitarbeit des Kindes oder Jugendlichen wichtig. Die Untersuchung und kann durch eine Videoanimation spielerisch gestaltet werden.
Ab dem 5. Lebensjahr können i.d.R. gute Ergebnisse erzielt werden.
Mehr hierzu – pdf

YouTube: So funktioniert die Spirometrie

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Die “große” Lungenfunktion (Bodyplethysmographie)
Mit großen Lungenfunktion in der Kabine (Bodyplethymograpfie) können zusätzlich das Gesamtvolumen in der den Lungen und der Widerstand der Atemwege gemessen werden. Bei der Untersuchung ist die Mitarbeit des Kindes oder Jugendlichen wichtig. Die Untersuchung und kann durch eine Videoanimation spielerisch gestaltet werden.
Die Messung des Atemwegswiderstandes ist oft schon bei Kleinkindern ab dem 3.-4. Lebensjahr möglich.
Mehr hierzu pdf

YouTube: So funktioniert die Bodyplethysmographie

NO in der Ausatemluft (FeNO)

Was ist NO?
NO wird u.a. von den Zellen der Lungen gebildet. Bei einer allergischen Entzündung steigt die NO-Konzentration in den kleinen Atemwegen und damit in der Ausatemluft deutlich an.


Was bringt die Messung von FeNO ?

  • NO in der Ausatemluft (FeNO) ermöglicht die Diagnose der allergischen Entzündung bei Asthma bronchiale. Bei chronischem Husten hilft FeNO bei der Unterscheidung einer allergischen und nicht-allergischen Ursache.
  • FeNO steigt bei Allergikern frühzeitig an; deshalb kann anhand des FeNO-Wertes das Risiko für einen Asthmaanfall abgeschätzt werden.
  • Bei Asthmapatienten die ein Cortison-haltiges Spray inhalieren müssen kann anhand des FeNO-Wertes die niedrigste effektive Dosis ermittelt werden.– so können eine Unterbehandlung mit der Gefahr eines Anfalles aber auch eine Übertherapie mit einer unnötig hohen Medikamentendosis vermieden werden. FENO-Patienten-Brochure – download pdf
  • Die Kombination aus körperlicher Untersuchung, Lungenfunktion UND FeNO erleichtert und verbessert Diagnostik und Therapie bei allergischem Asthma.

Ausführliche Information von der Deutschen Atemwegsliga. – download pdf

In der neuen Nationalen VersorgungsLeitlinie Asthma wird die Messung von FeNO bei instabilem Asthma empfohlen. – download pdf

Kosten
Die Messung von FeNO ist nicht Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen. Die Messung ist uns sehr wichtig – wir berechnen deshalb nur den Selbstkostenpreis von 20 € (50% der Gebührenordnung für Ärzte) und dies auch nur einmal im Behandlungsfall. Sollten z.B. bei einer medikamentösen Einstellung eines Asthma innerhalb des selben Quartals mehrere Messungen notwendig werden berechnen wir die Leistung nur einmal im Quartal.

Laufbandbelastung

Häufig treten Beschwerden bei oder nach einer körperlichen Anstrengung auf, die Lungenfunktion in Ruhe ist jedoch normal. Dann kann ein Anstrengungsasthma durch die Lungenfunktion vor und nach einer standardisierten Belastung auf dem Laufband nachgewiesen werden:

  • Nach einer Aufwärmphase von 2 Minuten joggt das Kind oder der Jugendliche für weitere 4 bis 6 Minuten auf dem Laufband. Die Belastung wird durch die Geschwindigkeit und die Steigung gesteuert. Dabei werden der Puls und die Sauerstoffsättigung überwacht.
  • Die Lungenfunktion wird nach 5 und 15 Minuten wiederholt.
  • Sollte in der Lungenfunktion der Atemstoß (FeV1) abfallen und/oder sich der Atemwegswiderstand verdoppeln (Obstruktion) liegt ein Anstrengungsasthma vor.
  • Wenn notwendig wird nun ein die Bronchien erweiterndes Medikament inhaliert und die Lungenfunktion nach 10 Minuten wiederholt.

Bronchiale Provokation

Nicht jeder Husten ist gleichbedeutend mit Asthma! Ob eine relevante Überempfindlichkeit der Bronchien (Hyperreagibles Bronchialsystem) vorliegt und ob diese tatsächlich auch mit einer Einengung der Bronchien(Obstruktion) einhergeht lässt sich durch einen sog. bronchialen Provokationstest nachweisen:

  • Hierzu werden 4,5% Kochsalzlösung (NaCl) oder der Zucker Mannitol als Pulver in aufsteigender Dosierung inhaliert.
  • Nach jeder Dosis wird eine Spirometrie durchgeführt.
  • Wenn der Atemstoß (FeV1) um mehr als 15% abfällt, dann gilt der Test als positiv und beweisend für hyperreagibles Bronchialsystem.
  • Wenn auch bei der höchsten Dosis der Atemstoß (FeV1) nicht oder um weniger als 15% abfällt und keine Beschwerden auftreten, ist damit ein hyperreagibles Bronchialsystem ausgeschlossen.
  • Wenn notwendig werden dann ein die Bronchien erweiterndes Medikament inhaliert und die Spirometrie nach 10 Minuten wiederholt.

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U1 . Neugeborenen-Erstuntersuchung

Direkt nach der Geburt werden unter anderem der Herzschlag, die Reflexe, die Muskelspannung und die Atmung Ihres Babys geprüft. Es wird nach äußerlich erkennbaren Fehlbildungen geschaut. Ihr Baby wird gemessen und gewogen. Im Alter von 36 bis 72 Stunden können mit einer Blutuntersuchung bestimmte Stoffwechselerkrankungen wie Mukoviszidose oder Hormonstörungen festgestellt werden. Mit einem Hörscreening kann das Hörvermögen untersucht werden. Zu diesen speziellen Früherkennungs- untersuchungen erhalten Sie ein ausführliches Infoblatt.
(Autor: Kassenärztliche Bundesvereinigung – wwwkbv.de)

Eine Übersicht über alle Früherkennungsuntersuchungen finden sie hier.

U2 am 3. – 10. Lebenstag

Diese Untersuchung wird vor der Entlassung aus der Geburtsklinik durchgeführt. Sie beinhaltet eine gründliche körperliche Untersuchung durch einen Kinderarzt. Es geht darum die Reife des Säuglings zu beurteilen und eventuelle Fehlbildungen oder angeborene Erkrankungen zu erkennen. Es erfolgt die vorbeugende Gabe von Vitamin K und eine Beratung zu Themen wie Vitamin-D und Fluorid Prophylaxe sowie zu Maßnahmen, die das Risiko eines plötzlichen Kindstods senken. 
Wenn Sie das Krankenhaus vor der U2 verlassen (z. B. nach einer ambulanten Geburt), müssen sie besonders darauf achten, die Neugeborenen-Basisuntersuchung nicht zu versäumen und Ihr Neugeborenes vor dem 14. Lebenstag beim Kinderarzt vorstellen.

Eine Übersicht über alle Früherkennungsuntersuchungen finden Sie hier.

U3 in der 4. -5. Lebenswoche

Da in den meisten Fällen die ersten beiden Vorsorgeuntersuchungen in der Klinik stattfinden, ist die U3 die erste Untersuchung bei Ihrem Kinderarzt. 
Bei der U3 wird beurteilt ob die Entwicklung altersgerecht verläuft und dabei die Körperfunktionen, Sinnesorgane und Reflexe überprüft.
Per Ultraschall werden die Hüftgelenke des Babys untersucht um eine eventuelle Reifungsstörung rechtzeitig behandeln zu können. Teil der U3 ist auch die Beratung über die anstehenden Impfungen und zu den Themen Stillen, Ernährung und Unfallverhütung.

Eine Übersicht über alle Früherkennungsuntersuchungen finden Sie hier.

 im 3. – 4. Lebensmonat

Bei der U4 wird der Säugling gründlich untersucht und dabei vor allem auf die altersgerechte Entwicklung seiner motorischen und neurologischen Fähigkeiten geachtet. Wie bewegt sich das Kind, kann es das Köpfen schon halten, wendet es sich Mutter oder Vater zu, nimmt es Blickkontakt auf und lautiert es?
Der Kinderarzt informiert die Eltern erneut über wichtige Impfungen und führt diese ggf. durch. Anhand einer Farbtafel wird die Farbe des Stuhls des Kindes beurteilt um ggf. eine seltene Störung der Gallenwege zu erkennen. 

Eine Übersicht über alle Früherkennungsuntersuchungen finden Sie hier.

im 6. -7. Lebensmonat

Neben den allgemeinen Untersuchungen der Körperfunktionen stehen die Überprüfung der Beweglichkeit und Körperbeherrschung im Vordergrund. Kann sich das Baby drehen, den Kopf gut halten, sich in Bauchlage abstützen und greifen? Auch wird das Gehör überprüft und geschaut ob das Kind schielt. Teil der U5 ist auch die Beratung über noch ausstehenden Impfungen und zu den Themen Ernährung, Schlaf und Unfallverhütung.

Eine Übersicht über alle Früherkennungsuntersuchungen finden Sie hier.

im 10. -12. Lebensmonat

Neben den allgemeinen Untersuchungen der Körperfunktionen stehen erneut die Überprüfung der Beweglichkeit, Körperbeherrschung und Sinnesorgane im Vordergrund.
Es wird z.B.  kontrolliert, ob das Kind schon mit gestreckten Beinen und geradem Rücken frei sitzen oder sogar schon alleine stehen und sich dabei festhalten kann. Viele Kinder können sich schon in den Stand hochziehen. Auch wird sich Ihr Kinderarzt nach der sprachlichen Entwicklung und dem Verhalten erkundigen und Sie an die erforderlichen Auffrischungsimpfungen erinnern bzw. Fragen zu Impfungen klären.

Eine Übersicht über alle Früherkennungsuntersuchungen finden Sie hier.

am Ende des 2. Lebensjahres

Neben einer vollständigen Untersuchungen steht jetzt vor allem die Überprüfung der geistigen Entwicklung im Vordergrund. Ist das Kind in der Lage, Zwei-Wort-Sätze zu bilden, bekannte Gegenstände zu benennen und einfache Aufforderungen zu verstehen? Das Kleinkind sollte mindestens 10 Wörter sprechen können. Außerdem kontrolliert der Kinderarzt bei der Zweijahres-Untersuchung die Milchzähne. Es können evtl. versäumte Impfungen nachgeholt und Fragen der Eltern beantwortet werden.

Eine Übersicht über alle Früherkennungsuntersuchungen finden Sie hier.

am Ende des 4. Lebensjahres

Auch bei dieser Vorsorgeuntersuchung wird das Kind von Kopf bis Fuß untersucht. Der Kinderarzt kontrolliert die Funktionstüchtigkeit der Organe, das Hör- und Sehvermögen, und vor allem die Sprachentwicklung und Körperbeherrschung des Kindes. Der Arzt beurteilt die geistige Reife des Kindes und informiert sich bei den Eltern über sein soziales Verhalten. Zeigt das Kind Entwicklungsverzögerungen, klärt der Kinderarzt die Eltern über therapeutische Fördermaßnahmen auf. Bei allen Kindern wird der Blutdruck gemessen und ein apparativer Hörtest durchgeführt. Der Zahnstatus wird beurteilt und auch auf die zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung hingewiesen.

Eine Übersicht über alle Früherkennungsuntersuchungen finden Sie hier.

am Ende des 5. Lebensjahres

Bei dieser umfangreichen Vorsorgeuntersuchung vor der Einschulung werden neben den allgemeinen Organfunktionen das Sehvermögen, die grob- und feinmotorische Entwicklung, die Körperhaltung sowie die geistige, seelische, sprachliche und soziale Entwicklung des Kleinkindes beurteilt.  Auch der Impfschutz Ihres Kindes wird nochmals geprüft, es wird die erste Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten empfohlen.

Eine Übersicht über alle Früherkennungsuntersuchungen finden Sie hier.

am Ende des 3. Lebensjahres

Die zusätzliche Vorsorge im Kindergartenalter.
Sie soll dazu beitragen, dass u.a. allergische Erkrankungen, Sozialisations- und Verhaltensstörungen, Übergewicht, Sprachentwicklungsstörungen, Zahn-, Mund- und Kieferanomalien früher erkannt und rechtzeitig behandelt werden. Auch das dreidimensionale Sehen wird im Rahmen dieser Untersuchung geprüft.

Eine Übersicht über alle Früherkennungsuntersuchungen finden Sie hier.

7. -8. Lebensjahr

Schwerpunkte dieser neuen Vorsorgeuntersuchung sind das Erkennen von Entwicklungsstörungen (wie z.B. Lese-Rechtschreib-Rechenstörungen), von Störungen der motorischen Entwicklung und Verhaltensstörungen (z.B. ADHS), die nach dem Schuleintritt deutlich werden können.

Folgende Krankenkassen übernehmen die Kosten für U10:

Barmer EK, KKH, TKK, Knappschaft, Novitas BKK und weitere Betriebskrankassen, die meisten privaten Krankenversicherungen

Ist Ihre Krankenkasse nicht dabei ? Sprechen Sie uns an!

Eine Übersicht über alle Früherkennungsuntersuchungen finden Sie hier.

9. -10. Lebensjahr

In diesem Alter treten häufig Schulschwierigkeiten auf, deshalb dient diese Vorsorgeuntersuchung u.a. auch dem Erkennen von Schulleistungsstörungen, Sozialisations- und Verhaltensstörungen. Aber auch Zahn-, Mund- und Kieferanomalien oder gesundheitsschädigendes Medienverhalten sollen erkannt werden und – falls erforderlich – die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden. Diese Untersuchung soll u.a. auch der Bewegungs- und Sportförderung dienen, den problematischen Umgang mit Suchtmitteln erkennen und verhindern helfen und gesundheitsbewusstes Verhalten unterstützen, z.B. mit Hilfe von Ernährungs-, Bewegungs-, Stress-, Sucht- und Medienberatung – je nach Bedarf.

Folgende Krankenkassen übernehmen die Kosten für die U11:

Barmer EK, KKH, TKK, Knappschaft, Novitas BKK und weitere Betriebskrankenkassen und die meisten privaten Krankenversicherungen.

Ist Ihre Krankenkasse nicht dabei ? Sprechen Sie uns an!

Eine Übersicht über alle Früherkennungsuntersuchungen finden Sie hier.

Die spezielle Sportuntersuchung beinhaltet:

sportmedizinischen Fragebogen
vollständige ärztliche Untersuchung
EKG
Lungenfunktion
Belastungsuntersuchung auf dem Ergometer
Laboruntersuchungen (u.a. Blutbild)
Individuelle Beratung und Empfehlungen
Bericht und Attest

 

Das Wirtschaftlichkeitsgebot nach § 112 Sozialgesetzbuch:

Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht erbringen und die Krankenkassen nicht bewilligen.

J1 – Der Gesundheits-Check für  Jugendliche

Vollständige Untersuchung mit Blutentnahme, Urinuntersuchung und Beurteilung der Pubertätsentwicklung und des Bewegungsapparates. Fehlhaltungen aufgrund von Wachstumsschüben sowie chronische Krankheiten können bei der J1 frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Auch auf eventuelle Hautprobleme oder Essstörungen wie Magersucht oder Übergewicht wird eingegangen.

Eine Übersicht über alle Vorsorgeuntersuchungen finden Sie hier.

J2 – Der Gesundheits-Check für bald Erwachsene

Zu den Schwerpunkten der J2 gehört das Erkennen bzw. die Behandlung von Problemen in Zusammenhang mit der Pubertät, Haltungsstörungen, Schilddrüsenerkrankungen bis hin zur Diabetes-Vorsorge. Es können auch Themen wie familiäre Konflikte, Sexualität oder Berufswahl angesprochen werden. Die/der Jugendliche kann, wenn er möchte, auch alleine ohne Eltern zur Vorsorge kommen.

Eine Übersicht über alle Vorsorgeuntersuchungen finden Sie hier.

Polygraphie:

Polysomnographie:

Übername der Kosten durch die Krankenkassen:

GOÄ-Ziffern 410, 2 x 420 | 1,8 – facher Satz = 37,- €

Die spezielle Sportuntersuchung beinhaltet:

Schnarchen:
Ursache des permanenten Schnarchens ist in der Regel die Einengung der oberen Atemwege durch vergrößerten Rachen- und Gaumenmandeln. Im Schlaf nimmt die Muskelspannung in den oberen Atemwegen ab und das Kind atmet dann permanent gegen einen Widerstand und erzeugt dadurch das Schnarchgeräusch. Die permanente Verlegung der Atemwege im Schlaf löst als Schutzrefelex sehr häufig kurzes Erwachen aus. Dieses wird vom Kind selbst nicht bemerkt stört aber die Erholungsfunktion des Schlafes enorm. Kinder die permanent schnarchen hatten in einer großen Studie deutlich schlechtere Schulnoten und häufiger Verhaltensaufälligkeiten als ihre nicht-schnarchenden Mitschüler.

Schlafapnoe:
Bei der Obstruktiven Schlafapnoe (OSA) kommt es durch die Einengung der Atemwege zu regelmäßigen Atemabflachungen und Atemaussetzern. Zusätzlich zur Schlafstörung kommt es zu regelmäßigen Abfällen der Sauerstoffkonzentration im Blut. Bei Kindern mit OSA kommt es immer auch zu einer erheblichen Schlafstörung mit den oben beschriebenen Konsequenzen. Besonders häufig ist die OSA bei Kindern mit neurologischen Erkrankungen, ADHS, Muskelschwäche und Down-Syndrom (50%).

Ist eine Reise in das außereuropäische Ausland geplant muss meist ein ausreichenden Impfschutz nachgewiesen werden.
Neben der Vollständigkeit der Standardimpfungen sind oft zusätzliche Impfungen notwendig. Wir beraten Sie, abhängig vom Reiseziel, über die potentiellen Gesundheitsgefahren und die notwendigen Impfungen.
Sie erhalten aktuelle Länderinformationen und einen individuellen Impfplan.
Von einigen Krankenkassen werden die Kosten für Impfung und Impfstoffe nicht übernommen.
Wir unterstützen Sie bei der Klärung der Kostenübernahme.